Beschreibung

Lehrinhalte:

  • Relevanz von Märkten und Unternehmen für die Organisationsforschung, die Handelsforschung und die Betriebswirtschaftliche Steuerlehre anhand aktuell in Forschung, Praxis und Politik diskutierter Fragen, beispielsweise Fragen der Unternehmensverfassung, die Frage nach dem relevanten Markt oder die Herleitung einer „ökonomisch adäquaten“ Steuerrechtsordnung als Teil der Marktordnung
  • Theorieabhängigkeit von Markt- und Unternehmensverständnissen in der Organisationsforschung, der Handelsforschung und der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre (Theorienpluralismus z. B. Unterschiede hinsichtlich Marktverständnis, Unternehmensverständnis, Rationalität, Umgang mit Unsicherheit)
  • Pluralismus hinsichtlich gewählter normativer Grundverständnisse (z. B. gesamtwirtschaftliche oder einzelwirtschaftliche Ziele)
  • Systematisierung wirtschaftswissenschaftlicher Forschung zur Beherrschung von Pluralismus und Komplexität wirtschaftswissenschaftlicher Forschung (positive Analyse, gestaltungsorientierte Analyse)
  • Entscheidungen zwischen Theorien und normativen Prämissen nach kritisch-rationalistischer Methodologie

Qualifikationsziele

Die Studierenden

  • erkennen ausgehend von den Gemeinsamkeiten und den Unterschieden zwischen Theorien, normativen Prämissen sowie methodologischen Bezügen der Organisationsforschung, der Handelsforschung und der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre die Komplexität der Wirtschaftswissenschaften und erwerben komplementäre Kompetenzen zum aufgeklärt-kritischen Umgang mit dieser Komplexität
  • erkennen exemplarisch für die Wirtschaftswissenschaften die methodologischen Bezüge der Organisationsforschung, der Handelsforschung und der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre, beispielsweise in Form unterschiedlicher Theorieverständnisse
  • lernen, Theorien einzelner Disziplinen auf allgemeinere Theorien zurückzuführen (z. B. die neoklassische Steuerwirkungstheorie auf die neoklassische Handlungstheorie), Gemeinsamkeiten/Unterschiede theoretischer Grundlagen von wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen zu erkennen und diese kritisch zu hinterfragen
  • lernen, normative Prämissen einzelner Disziplinen auf allgemeinere Normen zurückführen, Gemeinsamkeiten/Unterschiede ethischer Grundlagen ausgewählter wirtschaftswissenschaftlicher Disziplinen zu erkennen und kritisch zu hinterfragen (z. B. Shareholder-Perspektive versus Stakeholder-Perspektive)
  • reflektieren wirtschaftswissenschaftliche Arbeitsergebnisse
  • können ansatzweise etablierte theoretische, ethische und methodologische Grundvorstellungen einer wirtschaftswissenschaftlichen Disziplin auf andere wirtschaftswissenschaftliche Disziplinen applizieren
  • sind in der Lage, thematisch abgegrenzte Forschungsfragen zu Theorien, ethischen und/oder methodologischen Bezügen aus dem Bereich der Organisationsforschung, der Handelsforschung und der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre im Rahmen eigenständiger Arbeiten anzufertigen und zu diskutieren 

Literatur

Wird in der 1. Veranstaltung bekanntgegeben.

Abschluss

Master

Turnus

Wintersemester

Sprache

Deutsch

Prüfungsart

Zum Modul erfolgt eine modulbezogene Prüfung, die sich auf folgende Prüfungsformen erstreckt:

Um dem multiperspektivischen Ansatz auch in der Prüfungsform Rechnung zu tragen, sind drei thematisch abgegrenzte wissenschaftliche Abhandlungen im Umfang von jeweils ca. 3 Seiten anzufertigen, die zu je 1/3 in die Modulnote einfließen.
 

Voraussetzungen

keine

Weitere Informationen

siehe Modulhandbuch